Bamberg. In 16 Bussen ging es für 1.000 Ministranten und ihre Begleiter aus der Erzdiözese am Sonntagnachmittag los in Richtung Rom. Unter dem Motto „Frei! Darum ist es erlaubt, Gutes zu tun“ findet dort vom 3. bis 8. August die bundesweite Ministranten-Wallfahrt statt. Aus ganz Deutschland werden 50.000 Kinder und Jugendliche erwartet. Erzbischof Ludwig Schick entsandte die Bamberger Pilger vor ihrer Abreise bei einem Gottesdienst im Dom.
Bamberg. (bbk) Erzbischof Ludwig Schick hat 16 junge Erwachsene für den Weltfreiwilligendienst „weltwärts“ entsandt und sie als „Aktivisten für eine bessere Welt“ gewürdigt. In einem Aussendungsgottesdienst in Bamberg-Gaustadt sagte Schick am Samstagabend: „Die Kirche und die Gesellschaft brauchen Menschen wie euch, damit die Sehnsucht nach einer besseren Welt lebendig bleibt und verwirklicht wird.“ Die Freiwilligen werden für ein Jahr in Peru, Bolivien, Indien und Tansania im Einsatz sein.
Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz und Bamberger Erzbischof Ludwig Schick begrüßt den jüngst vom Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, eingebrachten Vorschlag, einen Beauftragten für Religionsfreiheit in der neuen EU-Kommission zu benennen. „Gegenwärtig werden wir in Ländern wie Syrien oder dem Irak Zeuge, wie massiv bestimmte Religionsgruppen bedroht sind. Besonders Christen sind hiervon betroffen“, so Erzbischof Schick. „Daher unterstütze ich das Anliegen, die Religionsfreiheit auf der Ebene der EU-Kommission stärker in den Vordergrund zu rücken und auch personell zu verankern.“
Bereits zum vierten Mal findet dieses Jahr vom 5. bis 7. September die Wallfahrt von Eger/Cheb nach Marienweiher statt. Deutsche und Tschechen begeben sich dabei in drei Tagen singend und betend auf die Spuren der altehrwürdigen Egerer Wallfahrt, die 1745 das erste Mal stattgefunden hat, und erfüllen sie mit neuem Leben.
Bamberg. (bbk) 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges hat Erzbischof Ludwig Schick vor einem falschen Vaterlandsverständnis gewarnt, das zu Gewalt und Waffengängen gegen andere Länder führt. Auch heute löse die „Sucht nach Macht, regionaler Dominanz und Weltherrschaft“ Kriege aus, deren Folgen immer grausamer und tödlicher werden. „Für die Christen war die Welt immer unser Vaterland, in der Frieden und Gerechtigkeit für alle herrschen sollen. In der globalen Menschheit muss auch für jeden denkenden Menschen der ganze Globus zum eigenen Vaterland werden“, sagte Schick am Montagabend in einer Votivmesse für den Weltfrieden im Bamberger Dom. „Partikularistisches Vaterland gegen die anderen, das gibt es nicht“, fügte Schick hinzu.
Bamberg/Eichstätt. (bbk) Die Kirche ist nach Worten von Bambergs Erzbischof Ludwig Schick „Laboratorium, Werkstatt und Biotop des Glücks“. Wer einen Dienst in der Kirche ausübe, der sei von Gott erwählt, selbst glücklich zu werden und zum Glück der Mitmenschen beizutragen, sagte Schick am Samstag zur Verabschiedung der Absolventen des Diplomstudiengangs Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit in Eichstätt. Der Begriff Glück werde jedoch oft zu oberflächlich verstanden. „Glück bedeutet, dass das Leben gelingt, und wir als Kirche haben zum Gelingen des Lebens eines jeden Menschen das Entscheidende beizutragen“, so der Oberhirte.
Bamberg. (bbk) Erzbischof Ludwig Schick hat die Religionslehrkräfte aufgerufen, Zeugen und Zeuginnen des Glaubens zu sein. Wie der heilige Christophorus, dessen Gedenktag am Donnerstag gefeiert wurde, sollten auch Religionslehrerinnen und -lehrer heute Märtyrer sein. Martyrium bedeute, Zeuge Jesu Christi zu sein und Zeugnis für die Frohe Botschaft zu geben. Wer den Glauben im Religionsunterricht verkünde, müsse bereit sein, für das Evangelium sogar sein Leben hinzugeben, wie es der Märtyrer Christophorus getan habe, sagte Schick in der Aussendungsfeier im Bamberger Dom.