Ebermannstadt. „Bem-vindo ao Brasil" – Konzentriert schauen die Jugendlichen auf das Blatt, das vor ihnen liegt, und sprechen den brasilianischen Willkommensgruß im Chor nach. Maciela Bezerra da Silva kann sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen: „Das war jetzt ein bisschen zuviel." Zuvor hatte die Brasilianerin, die seit eineinhalb Jahren in Deutschland lebt, erklärt, dass Portugiesisch melodischer sei als das Deutsche. Der Sprachkurs ist Teil des Vorbereitungsseminars für die vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und dem Erzbischöflichen Jugendamt Bamberg organisierte Fahrt zum Weltjugendtag, das am vergangenen Wochenende auf Burg Feuerstein stattfand. 30 junge Menschen aus den (Erz-)Diözesen Bamberg und Eichstätt fliegen vom 16. bis 31. Juli nach Brasilien, um dort gemeinsam mit Jugendlichen aus der ganzen Welt zu beten, ins Gespräch zu kommen, andere Kulturen kennenzulernen und den Abschlussgottesdienst mit Papst Franziskus zu feiern.
„Es ist ein Beispiel angewandter Barmherzigkeit!" So beschreibt der Hersbrucker Pfarrer Wunnibald Forster die Geschichte des Italieners Odoardo Focherini. Er hat über 100 Juden in der Zeit des dritten Reichs das Leben gerettet und wurde dafür ins KZ Hersbruck gebracht, wo er schließlich ums Leben kam. Nun soll der Märtyrer aufgrund seines außergewöhnlichen Einsatzes selig gesprochen werden.
"Üb' immer treu Treu und Redlichkeit" twitterte Erzbischof Ludwig Schick dieser Tage über die Steuer-Affäre um FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Im Interview mit KNA-Korrespondent Christian Wölfel spricht er über Tugenden, die Führungspersönlichkeiten haben sollten.
Bamberg. (bbk) Erzbischof Ludwig Schick hat zu Beginn des Marienmonats Mai dazu aufgerufen, die Marienverehrung zu stärken. „Die Marienfrömmigkeit gehört zu unserer katholischen Identität", sagte der Oberhirte. Sie sei eine geistliche Quelle für Verkündigung und Mission, Gottesdienste und Caritas. Viele Ordensgemeinschaften und Laieninitiativen, die im Bildungsbereich, in der Mission und in der Caritas tätig sind, führten sich auf Maria zurück. „Ohne Marienfrömmigkeit wird unser christliches Leben ärmer", betonte Schick.
Bamberg/Fürth. (bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die Amtsträger in der Kirche aufgerufen, sich nicht selbst in den Vordergrund zu stellen, sondern Jesus Christus gegenwärtig zu machen. „Dort, wo Jesus ist und wirkt, da ist Kirche, da tut sie ihren Dienst“, sagte der Erzbischof am Sonntag bei der Einweihung des neuen Gemeindezentrums Christkönig in Fürth. „Jesus Christus muss das Zentrum jedes Gottesdienstes sein. Denn nicht wir können das Heil der Menschen wirken, sondern er wirkt es.“ Die Kirche sei Instrument für Jesus. Wo sich die Kirche selbst in ihren Feiern und Riten in den Mittelpunkt bringe, verfehle sie ihren Auftrag. Auch die Priester und pastoralen Mitarbeiter sollten sich in der Liturgie und Verkündigung zurücknehmen und selbstlos werden für ihn und das Heil der Welt.
Die Orgel und die Gaubüttelbrunner Jagdbläser welche für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes zuständig waren hatten Mühe, die rund 650 aus voller Brust singenden Wallfahrer am vergangenen Sonntag zu begleiten. Grund für die außergewöhnliche große Anzahl von Wallfahrern war die Dekanatsmännerwallfahrt aus Tauberbischofsheim. Weihbischof Werner Radspieler war der Einladung von Dekanatsmännerseelsorger Herrn Bernhard Metz sehr gerne gefolgt, um mit ihm und den Diakonen Willi Schnurr und Volker Schmieg gemeinsam am Gnadenaltar der Basilika Gößweinstein einen feierlichen Wallfahrtsgottesdienst zu feiern.
„Jugendliche konnten schon vor 20 Jahren für den großen Heiligen aus Assisi, den heiligen Franziskus begeistert werden“, sagt Hans Löffler, Leiter des Jugendbildungshauses am Knock in Teuschnitz enthusiastisch, als er von den neun Radwallfahrten nach Assisi und Rom erzählt. Beim letzten Treffen des Seniorentreffs im Pfarrsaal in Steinwiesen begann er, für ein „Trainingswochenende“ zu werben, um mit den Senioren diese Wallfahrt noch einmal zu fahren. „Habt keine Angst, ich will euch nur was davon zeigen und erzählen, mitfahren müsst ihr nicht“, lachte Löffler dann aber, als er erschrockene Gesichter sah. Doch dieser kleine Scherz taute alle auf und der lebhafte Vortrag von Hans Löffler tat sein übriges dazu.